Die Kogi – die lebenden Erben der Hochkulturen der Inkas und Azteken

Für mich ging die Tage ein ganz großer Wunsch in Erfüllung. Ich durfte zwei Tage mit den Kogi verbringen. Und durfte mich dabei auch über viele wundervolle alte und neue Begegnungen freuen. Seit Jahrzehnten gehe ich dem alten Wissen nach, beschäftige mich mit den alten Kulturen, deren Heilwissen und ihrer energetischen Arbeit. Eins dieser Kulturen trägt noch das Wissen von Jahrtausend von Jahren in sich und gibt es innerhalb des Stammes weiter.


Die Kogi


Sie sind eine der letzten lebenden Zivilisationen aus den Hochkulturen der Inkas und Azteken und leben in der Sierra Nevada de Santa Marta in Kolumbien. Ein besonders faszinierender Ort, da dort das Meer, der Dschungel und das Hochgebirge ganz eng beieinander liegen. Ursprünglich lebten sie an der Küste. Jedoch durch die zunehmende Kolonialisierung der Spanier und Ausbreitung der jetzigen Regierung sowie die Vereinnahmung ihres Landes für Koka Anbau, hat man ihnen ihr Land genommen.
So wurden sie immer weiter in die Höhen der Berge zurückgedrängt, in deren Schutz sie bis heute überleben konnten. Ihre Heimat hat eine ganz außergewöhnliche Form: es ist eine Pyramide, die mit ihren 5000 Meter alle anderen Küstenberge dieser Erde überragt.


Ihr Verständnis ist es, dass dieser Berg ein Mikrokosmos, also ein Spiegel des Makrokosmos der Erde, nur in verdichteter, verkleinerten Form ist, auf dem jede ökologische Form repräsentiert ist, und seinen Platz findet.

Wie im Kleinen so im Großen.


Sie wirken in diesem Mikrokosmos energetisch, spirituell-geistig, mithilfe ihrer Gedanken. Sie vermitteln uns das die Orte an denen Sie arbeiten, immer ein Zwillingsort in anderen Regionen der Erde haben. Ihre Arbeit erhält die kosmische Ordnung. Sie sind die Hüter der Erde und verstehen sich als die großen Schwestern und Brüder von uns, den kleinen Schwestern und Brüdern, zu denen sie nun aufbrechen, damit wir uns erinnern, und Wissen mit uns zu teilen, um der Zerstörung der Erde ein Ende zu setzen.

 

Dieses Wissen liegt in uns, nur wurden wir davon abgetrennt. Wir haben es vergessen, da wir den Zugang verloren haben.
Dieser Zugang soll nun wieder aktiviert werden und wir sollen die Verantwortung wieder übernehmen, die Dinge ins
Gleichgewicht zu bringen, die wir ins Ungleichgewicht gebracht haben.


Diese Aussage ist deckungsgleich mit allen indigenen Völkern, und Schamanen, die ihre ursprünglichen Zugänge bewahren konnten und sich  verantwortungsvoll mit ihren Fähigkeiten in den Dienst und zum Wohle aller stellen. Seit Jahrzehnten berichten die Schamanen wie die Erde durch unser Wirken ins Ungleichgewicht geraten ist und dass dieses Ungleichgewicht die Ursache für all die Naturkatastrophen und globalen Veränderungen ist, da die Erde danach strebt wieder in das Gleichgewicht zu kommen. 


Mutter Erde antwortet.

 

Die Kogi bilden eine Zivilisation von ca. 30.000 Menschen, die in kleineren Dorfgemeinschaften in Rundbauten mit ihren Familien völlig autark getrennt von „westlichen Einflüssen“ leben und so ihre Kultur und ihr Wissen bewahren konnten.
Die Kogi (oder Kaggabba –so lautet ihr ursprünglicher Name) besuchen gerade Deutschland, Österreich und die Schweiz durch Vertreter ihrer Mámus und Saga. Das sind die Weisen, die Führer, die Eingeweihten, Erleuchteten und Schamanen des Volkes. Mámus (oder auch Mámos) sind die männlichen Weisen, Saga sind die eingeweihten weisen Frauen. Ein Kogi aus ihrer Gemeinschaft begleitet sie um mit Lucas Buchholz die Brücke zu schlagen von der indigenen Sprache (Kaggabba) ins Spanische und dann ins Deutsche. Mit dem Ziel, altes Wissen aus der Hochkultur zu uns nach Europa zu tragen. Das ist noch gar nicht so lange möglich.
Über Jahrtausende sprachen die Kogi ausschließlich ihre Stammessprache das Kaggabba.
Der zunehmende Druck und die Bedrohungen durch den westlichen Einfluss, habt Sie dazu bewegt, sich zu öffnen, und auserwählte Kinder aus ihrer Gemeinschaft staatliche Schulen besuchen zu lassen, damit sie die spanische Sprache lernen. Ziel war es in den Kontakt mit ihren jüngeren Schwestern und Brüdern treten zu können.
Dieser einschneidende Schritt hatte weitreichende Folgen für Ihre Gesellschaft. Die westliche Einflüsse drangen nun ungehindert in ihre Gesellschaft und prägten sie, andererseits ermächtigte es ihr Volk, nun in Kommunikation mit ihren jüngeren Geschwistern zu gehen. Um Verständnis aufzubauen, und um ihre Standpunkte, und Interessen klar zu machen, und diese vertreten zu können. Sie öffneten sich auch gegenüber anderen indigenen Stämmen und tauschten sich aus. Die Stämme der noch lebenden guatemalekischen Mayas z.B. werden von Schamanen angeführt, die bei den Kogis ausgebildet wurden. Die Regierung war bestrebt sie mit diversen Völkern zu vermischen, sie in andere Dörfer und Völker einheiraten zu lassen. Das schwächte die Kultur der Kogi, ihre Tradition, ihr Wissen, ihre Überlieferungen, Riten und das Gemeinschaftsgefüge
außerordentlich. Es verwässerte ihre Wurzeln und ihre Stabilität. So dass sie sich entschlossen, sich von diesen staatlich initiierten Vermischungen abzuwenden und ihre Kultur in der Gemeinschaft vor äußeren Einflüssen bestmöglich abzuschirmen. 
Ihre Riten und Traditionen sind so tiefgreifend, wenn man darin etwas eintaucht wird sofort klar, warum dieser Schritt so wichtig für sie ist.


Die Kogi fragen uns warum wir die Lieder der anderen singen und nicht unsere eigenen. Warum wir uns nach anderen Traditionen ausrichten und uns nicht unseren eigenen Wurzeln zuwenden. Sie geben uns den Hinweis dass wir uns an unsere Kulturen, unsere Wurzeln und unser altes Wissen erinnern sollen.
Unsere Kultur ist so reich und so alt und so kraftvoll. 

Wir mögen doch wieder dieses alte Wissen leben und auch wieder unsere eigenen Lieder singen. In ihnen liegt die Kraft unserer Ahnen verborgen. In ihnen liegt unsere traditionelle Energie und die Kraft unserer Stämme und Völker. Sie wartet darauf wieder aktiviert zu werden. 


Wenn in der Gemeinschaft der Kogi ein Kind zur Welt kommt, wird es zu den Mámus und Saga gebracht. Diese fragen das Kind:


Wer willst Du sein?

Was willst Du tun?

Was ist Deine Aufgabe?

Was ist Deine Gabe?

 

Willst Du das Wasser hüten? Den Berg hüten? Willst Du Dich um die Lebensmittel kümmern? Was ist Deine Aufgabe? Warum bist Du hier?

 

Die Mámus beschreiben, dass sie als Kind das WIE noch nicht wussten, aber durch das TUN es lernten. Sie sagen uns auch in dem Workshop dass sie keine Übungen mit uns machen. Sie üben nicht.

 

Nur durch das TUN, durch das Praktizieren, durch das LEBEN lernen wir.

 

Hat ein Kind die Bestimmung, als Mámus oder Saga zu wirken, so werden diese Kinder im Säuglingsalter den Weisen übergeben. In deren Obhut werden sie in Abgeschiedenheit und Dunkelheit bei einem Mámus und/ oder einer Saga gelehrt und erzogen. Bis zu ihrem 18 Lebensjahren gehen die Kinder in die tiefe Verbindung mit Aluna.

 

ALUNA ist der Ursprung allen Seins, die Quelle, aus der das Leben entstand und immer wieder entsteht.

Es ist die Lebensenergie.

ALUNA ist der Gedanke allen Ursprungs.

 

Die Kogi arbeiten auf der Geistesebene mit ALUNA um durch Gedankenprozesse die Realität zu formen und zu festigen. 

Sie weben mit ihrer geistigen Kraft die Fäden der Realität dieser Erde.

 

Wie wir alle 🙂 Nur wissen das bei uns die aller wenigsten. Ist ja schließlich auch das bestgehütete Geheimnis der „zivilisierten Welt“. Nur kleinen auserwählten Gruppen wurde dieses Geheimnis immer wieder offen gelegt. Und das oft nur verklausuliert und vergeistigt, so dass der Adept den tiefen und einfachen Sinn dahinter nicht erfassen konnte. Erst über einen langen Einweihungspfad mit vielen Initiationen beschreiten diese Adepten den Erfahrungspfad der eigenen Transformation und lernen in dieser Zeit die Verantwortung und die Weisheit um mit dieser Kraft und Macht umzugehen.

Die Zeiten haben sich geändert. Das Wissen ist inzwischen zugänglich. Und ein immer größer werdender Anteil unserer Gesellschaft öffnet sich, und macht sich auf den Weg das Bewusstsein dergestalt zu entwickeln, diese Zugänge wieder aktiv zu nutzen und um verantwortungsvoll aktiv und bewusst diese Fäden die uns alle verbinden zu weben.

 

Bei Schamanen und indigenen Völkern ist das deutlich pragmatischer.

 

Sie gehen über einen langen Zeitraum in der Abgeschiedenheit, getrennt von Ablenkungen, Prägungen und Begrenzungen der Gesellschaft und deren Einflüsse in die direkte Verbindung mit der Quelle allen Seins. Lernen mit ihr in Verbindung zu leben, zu kommunizieren um geistig, energetisch mit ihrem Bewusstsein zu arbeiten. In ihren Initiationen gehen sie durch die Angst und durch alle Begrenzungen und erfahren das Feld der unbegrenzten Möglichkeiten. Sie lesen Energien und wandeln sie. Und setzen ihre Kräfte für andere Menschen und die Natur ein.

Auf ihrem Initiationspfad gibt es mehr Dunkelheit als Licht. Durch die Dunkelheit gehen sie in das Licht. 

 

Die Dunkelheit der Mámus und Saga ist von besonderer Bedeutung. Ihre Sicht wird nicht mit Prägungen, Vorstellungen, Projektionen und Visualisierungen der Gesellschaft beeinflusst.

 

Wenn Sie aus der Dunkelheit kommen, sehen sie die Dinge wie sie sind. Sie sehen die Realität wie sie ist und haben einen direkten Zugang zu ihr. Sie sehen die Dinge in ihrem wahrhaften Wesen. In ihrer Energie.

 

Die Mámus und Saga sind so unfassbar angebunden – sie erfassen sofort alle Gedanken in einem Raum oder eines Ortes. Sie brauchen keine Erklärungen oder Einführungen, wenn sie irgendwo hinkommen oder jemandem begegnen.

 

Sie sehen. Sie lesen. Sie wissen. Sie sind.

 

Sie sind vor allem energetisch sehr präsent. Körperlich erscheinen sie mit ca. 150 cm für uns klein. Geistig sind es jedoch wahre Riesen.

 

Das war nur eine kleine Einführung – Ihr dürft Euch auf weitere BLOG-Beiträge über die Kogi, ihrem Wirken und tiefere Einblicke in ihre Botschaften freuen.

 

Die jüngeren Brüder und Schwestern haben gehört und verstanden.  

Aho

 

 

Wer die einmalige Chance nicht verpassen und den Kogi begegnen möchte, kann unter Lucas Buchholz Seite https://lebendigezukunft.org dem Organisator der Reise schaun ob noch Termine verfügbar sind. Enjoy. 

© Andrea Becker

Was der Dualseelenprozess wirklich ist